Wann ist eine Knieprothese wirklich notwendig?
Die häufigste Ursache für eine Knieendoprothese ist die fortgeschrittene Gonarthrose. Dabei führt der Verschleiß des Gelenkknorpels zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einem zunehmenden Verlust der Lebensqualität. Häufig liegen zusätzlich Fehlstellungen wie X- oder O-Beine vor. Eine Operation empfehlen wir erst dann, wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Schmerztherapie oder Infiltrationen über einen ausreichenden Zeitraum ausgeschöpft wurden.
Wer operiert und wo wird operiert?
Dr. Viktor J. Pithamitsis führt Erstimplantationen von Knieprothesen sowie komplexe Wechseloperationen in der Sana Klinik München durch, einem zertifizierten Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung. Für Sie als Patient bedeutet dies, dass die Behandlung nach definierten Qualitätsstandards erfolgt und auch bei komplexen Befunden die umfassende medizinische und technische Infrastruktur eines hochspezialisierten Zentrums zur Verfügung steht.
Primäre Knie-Endoprothesen werden zusätzlich von Dr. Ulli Kinkelin in der Airport Klinik München durchgeführt.
Unsere Spezialisten für Knieprothesen in München
Häufige Fragen zur Knieprothesen-OP in München
Wie kann ich mich auf eine Knieprothesen-OP vorbereiten?
Für eine sichere Operation sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Ausschöpfung konservativer Therapien
- Umfassende präoperative Untersuchung
- BMI möglichst unter 40
- Gut eingestellter Blutzucker: HbA1c (Langzeitblutzuckerwert) definitiv unter 8 %, idealerweise unter 7,5%. Ist er höher, steigt das Risiko für Wundheilungsstörungen und Infektionen.
Was passiert nach der OP?
Die Nachbehandlung einer Knieprothesen-OP sieht wie folgt aus: Die Mobilisation erfolgt meist bereits am Operationstag, das sogenannte Fast-Track-Konzept. In den meisten Fällen ist eine sofortige Vollbelastung möglich. Anschließend erfolgt eine ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB).
Durch die frühe Mobilisation sollen Muskelkraft, Beweglichkeit und Selbstständigkeit möglichst schnell wiederhergestellt werden. Speziell geschulte Physiotherapeuten begleiten die ersten Schritte und unterstützen beim sicheren Umgang mit dem neuen Kniegelenk.
Im Rahmen der Anschlussheilbehandlung wird das individuell abgestimmte Rehabilitationsprogramm fortgeführt. Ziel ist es, die Beweglichkeit des Kniegelenks weiter zu verbessern, die Muskulatur zu stärken und eine schnelle Rückkehr in Alltag, Beruf und Freizeit zu ermöglichen.
Habe ich nach einer Knieprothesen-OP Schmerzen?
Schmerzen sind in den ersten Tagen nach der Operation normal. Durch moderne Schmerzkonzepte lassen sich diese jedoch meist sehr gut kontrollieren. Langfristig profitieren die meisten Patienten von einer deutlichen Schmerzreduktion bis hin zur Schmerzfreiheit.
Wie schwer ist eine Knieendoprothese?
Je nach Modell und patienten-individueller Größe der Implantate wiegen die Komponenten einer Knieendoprothese etwa 400 bis 600 Gramm (also etwa so viel wie eine 0,5 L Wasserflasche).
Aus welchem Material besteht eine Knieendoprothese?
Die von uns verwendeten Knieprothesen bestehen je nach Modell aus hochwertigen Metalllegierungen wie Titan oder Kobalt-Chrom sowie aus hochvernetztem Polyethylen. Diese Materialkombination sorgt für Stabilität, eine gute Verträglichkeit und einen geringen Verschleiß. Folgende Modelle der Firma Zimmer-Biomet kommen zum Einsatz: Persona Monoschlitten, Nex-Gen PFJ, Persona Knie-TEP, Nex-Gen hypoallergene Knie-TEP, Nex-Gen LCCK und RHK.
Wie lange hält eine Knieprothese?
Moderne Knieprothesen erreichen heute häufig eine Haltbarkeit von bis zu 30 Jahren oder länger. Aktuelle Studien beschreiben, dass moderne Implantate nach 30 Jahren noch in bis zu
92% der Fälle problemlos funktionieren, die Abriebfestigkeit moderner Gleitpaarungen beträgt auf den Prüfständen hochgerechnet teilweise über 40 Jahre.
Wie lange dauert die Knieprothesen-OP?
Eine Knie-TEP dauert in der Regel etwa 60 bis 70 Minuten.
Wie lange dauert die Heilung?
Die meisten Patienten sind nach 6 bis 12 Wochen wieder deutlich belastbarer, meist sind die Unterarmgehstützen spätestens nach der AHB nicht mehr nötig, kürzere Strecken können bei gesunden und fitten Personen bereits während des stationären Aufenthaltes teils ohne Krücken zurückgelegt werden. Die vollständige Regeneration kann mehrere Monate dauern, bis jegliche Schwellung und Überwärmung aus dem Gelenkbereich verschwunden ist.
Wann kann ich nach einer Knieprothesen-OP wieder arbeiten?
Der berufliche Wiedereinstieg ist bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten häufig nach 4 bis 6 Wochen möglich. Schwere körperliche Arbeit sollte erst nach etwa 3 Monaten wieder aufgenommen werden.
Was darf ich nach der OP nicht mehr machen?
Nach vollständiger Heilung (meist 3 Monate nach der OP) bestehen meist keine nennenswerten Einschränkungen. Zahlreiche Sportarten sind wieder möglich. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet die Prothese vor allem, alltägliche Aktivitäten wie längere Spaziergänge, Radfahren, Reisen oder Treppensteigen wieder schmerzfrei und mit mehr Lebensqualität genießen zu können.






