Orthopädische Chirurgie

Ambulante & stationäre Operationen

Arthroskopie bedeutet übersetzt: in das Gelenk hinein schauen.
Bei einer arthroskopischen Operation werden unter Voll- oder Teilnarkose zwei oder drei Stichinzisionen von einigen Millimetern am Gelenk durchgeführt, über die die Kamera und die erforderlichen Instrumente in das Gelenk eingeführt werden können. Über die eingeführte Mikro-Kamera werden die Bilder aus dem Gelenk auf einen großen Farbmonitor übertragen. Von uns werden Arthroskopien an allen Gelenken (Kniegelenk, Schultergelenk, Ellenbogengelenk, Hüftgelenk, oberes Sprunggelenk) durchgeführt und so können z. B. Meniskusrisse, Bandverletzungen, Schleimhautfalten, freie Gelenkkörper oder Knorpelschäden durch diesen Eingriff einfach therapiert werden. Durch diese minimal-invasive Operationsmethode ist meist eine schnelle Rehabilitation und ein sehr guter Therapieerfolg möglich. 

Während in früheren Jahren beispielsweise eine Meniskusverletzung manchen Leistungssportler zur Aufgabe seiner Karriere zwang, bedeutet diese Diagnose im Zeitalter der arthroskopischen Eingriffe häufig nur noch eine kurze Sportpause. Durch diese minimalinvasive Operationsmethode ist meist eine schnelle Rehabilitation und ein sehr guter Therapieerfolg, mit kurzen Entlastungszeiten und demzufolge kurzer Arbeitsunfähigkeit, möglich. 

Die Dauer der Nachbehandlung richtet sich nach dem Aufwand der arthroskopischen Operation. Bei einfachen Meniskusarthroskopien beträgt die Nachbehandlungszeit nur zwei bis drei Wochen und der operierte Patient kann nach wenigen Tagen das Kniegelenk wieder voll belasten. Bei einer arthroskopischen Schulteroperation mit Sehnenrekonstruktion kann die Nachbehandlung und Rekonvaleszenz der Patienten auch sechs bis acht Wochen andauern. Durch gezielte krankengymnastische Übungsbehandlungen und Lymphdrainagen durch einen erfahrenen Therapeuten werden Heilungsprozesse beschleunigt und positiv beeinflusst.

Allgemein

Einerseits dient der Knorpel als Stoßdämpfer und andererseits ermöglicht er die reibungslose Bewegung der Knochen im Gelenk. Seine Struktur ist optimal auf die Erfüllung dieser Aufgaben ausgelegt. Wie ein Schwamm nimmt Knorpel Wasser aus seiner Umgebung auf und gibt es bei Belastung wieder ab. So kann er ein Vielfaches des Körpergewichts aufnehmen sowie abfedern und bewahrt die Knochen so vor Beschädigungen. Ist der Knorpel jedoch beschädigt, kann sich dieser nicht selbst reparieren. Knorpelgewebe enthält nämlich keine Blutgefäße und wird daher durch die Abgabe und Aufnahme von Gewebeflüssigkeit bei Be- und Entlastung ernährt. Knorpel besteht fast ausschließlich aus einem netzartigen Gewebe, das von wenigen Knorpelzellen gebildet wird. Dadurch wächst Knorpel bei Erwachsenen kaum und kann nicht mehr in seiner ursprünglichen Qualität nachgebildet werden. Wenn überhaupt, dann wird lediglich minderwertiges Knorpelgewebe ohne hohe Belastbarkeit neu gebildet.

Indikation

Knorpeldefekte entstehen überwiegend aufgrund von altersbedingter Abnutzung (siehe Arthrose) oder unter Umständen auch nach Sportunfällen. Insbesondere sportlich aktive Patienten fühlen sich in ihrer Lebensqualität deutlich beeinträchtigt.

Ziel

Durch Knorpelglättung oder durch Reparatur mittels Knorpeltransplantation ein reibungsfreies Gleitverhalten der Knorpelfläche wieder herstellen, was letztlich zu einem unbeschwerten Alltag verhilft.

Knorpelglättung

Operation

Dabei werden, minimal-invasiv im arthroskopischen Verfahren (siehe Menüpunkt Arthroskopie), mit einem motorgetriebenen Minielektroshaver die Knorpelflächen so geglättet, dass ein reibungsfreies Gleitverhalten der Knorpelfläche wieder möglich ist. Freie Knorpelteilchen werden abgesaugt und so aus dem Gelenk entfernt. Somit entsteht deutlicher Reibeverlust im Gelenk, was im Sinne einer präventiven, also vorsorglichen Verlangsamung des Abnutzungsprozesses (siehe Arthrose) von hoher Bedeutung ist. Denn bei einer massiven Schädigung der Knorpelflächen müssen andere aufwendige knorpelchirurgische Verfahren zur Anwendung kommen.

Nachbehandlung

 

Nach Knorpelglättung kann bereits in den ersten Tagen nach OP eine zügige Auf- und Belastung des operierten Kniegelenks erfolgen. Begleitend werden im Rahmen einer physiotherapeutischen Nachbehandlung Muskelaufbautraining und Gangschulung durchgeführt. Bei Fadenzug zwischen um den 10. Tag nach Operation herum ist in den meisten Fällen schon wieder eine volle Belastbarkeit des Gelenkes gegeben und mit Sport wie Schwimmen und Fahhradfahren kann begonnen werden.

Knorpeltransplantation

Operation

Um Knorpel mit annähernd gleicher Belastbarkeit wie gesunden Knorpel zu erhalten, ist die Transplantation körpereigener Knorpelzellen notwendig. Diese Methode ist insbesondere bei großen Knorpelschäden sehr erfolgversprechend.

Zunächst wird in einem minimalinvasiven Eingriff (siehe Menüpunkt Arthroskopie) gesundes Knorpelmaterial an einer Stelle entnommen, an der der Knorpel möglichst wenig belastet wird.

Im Labor werden aus diesem Knorpelmaterial die Zellen herausgelöst und in Kulturschalen vermehrt, bis eine ausreichende Zellanzahl erreicht ist.

In einem zweiten operativen Eingriff werden zuerst die Ränder des Knorpelschadens geglättet. Dann wird vom Unterschenkel ein Knochenhautstück entnommen und in den Defekt eingenäht. Zum Abdichten der Nähte dient ein spezieller Gewebekleber. Die Knorpelzellen werden nun als flüssige Substanz in den Defekt transplantiert (eingespritzt).

In den Wochen nach der Transplantation bilden die Zellen Knorpelgewebe und verbinden sich mit dem umliegenden gesunden Gewebe.

Nachbehandlung

 

Durch langsam steigernde Bewegungsbelastung wird der Knorpel genährt und die physiologische Struktur des Knorpels gebildet. Nach anfänglich geringer Gewichtsbelastung und einer der Therapie begleitenden Knie Bewegungsschiene erfolgt nach etwa 6- 12 Wochen schon eine langsam zunehmende Gewichtsbelastung und die ersten Vorbereitung auf die Alltagsaktivitäten. Nach etwa 6 Monaten ist in der Regel der Beginn mit leichten Sportarten (wie z.B. Radfahren oder Schwimmen) wieder möglich. Die volle Festigkeit für Sportarten wie Tennisspielen oder Skifahren erreicht der Knorpel nach etwa 12 Monaten. Dann sind die transplantierten Zellen von den 'alten' kaum noch zu unterscheiden. Ab 18 Monaten volle Sportfähigkeit.

Allgemein

Bei frischer oder chronischer Kniescheiben-Ausrenkung ist meist der wichtige innere Stabilisationsapparat der Kniescheibe zerrissen, das sog. Ligamentum patello femorale mediale (MPFL). Dieses ist im strecknahen Zustand der Hauptstabilisator gegen die übermäßige Verschiebung der Kniescheibe nach außen und wirkt einer Ausrenkung (Luxation) entgegen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll das MPFL zu rekonstruieren, um die Stabilität der Kniescheibe wieder herstellen zu können. Wiederholt auftretende Kniescheiben-Ausrenkungen schädigen den Knorpel der Kniescheibenrückfläche und des Kniescheibenlagers und führen daher zu einer Arthrose im Rückflächenbereich der Kniescheibe.

Indikation

Wiederholte Ausrenkungen der Kniescheibe, im Einzelfall auch persistierende Schmerzzustände bei Fehlstellung der Kniescheibe im Gleitlager.

Ziel

Ziel ist es ein erneutes Ausrenken der Kniescheibe zu verhindern und dabei eine frühfunktionelle Nachbehandlung mit schnell möglicher Belastung des operierten Kniegelenkes zu erreichen. Das Entstehen weiterer Schäden soll vermieden werden.

Operation

Häufig wird die Operation zusammen mit einer Arthroskopie des Kniegelenkes verbunden.
Als Ersatz für das MPFL wird in ihrem Fall die Gracilis-Sehne, die von der Innenseite des Unterschenkels zum Oberschenkel verläuft, entnommen. Längerdauernde Beschwerden und wesentliche Nachteile durch die Entnahme der Gracilis-Sehne sind nicht zu erwarten. Für die Entnahme der Sehne ist ein etwa 2 bis 3 cm langer Hautschnitt 5 cm unterhalb des Kniegelenkspaltes innenseitig neben dem Ansatz der Kniescheibensehne notwendig.

Diese Sehne wird mit zwei Fäden angeschlungen und über einen ca. 2 cm langen Hautschnitt am inneren Rand der Kniescheibe verlaufend mittels zweier bioresorbierbarer Anker dort stabil fixiert.

Von hier aus wird das MPFL an seinen Ursprungsort an der Innenseite der Oberschenkelrolle fixiert. Hierfür ist ein dritter ca. 1 cm langer Schnitt an der Innenseite der Oberschenkelrolle notwendig. Nachdem gewährleistet ist, dass durch die MPFL-Spannung der Außenrand der Kniescheibe mit dem Außenrand der Gleitrinne zur Deckung kommt, wird die Sehne mit einer bioresorbierbaren Schraube sicher an der Oberschenkelrolle fixiert. 

Nachbehandlung

Eine Teilbelastung mit 20 kg wird innerhalb der ersten 14 Tage nach der Operation empfohlen. Danach ist eine klinikabhängige sukzessive Auflastung möglich bis zum Erreichen der Vollbelastung. Eine Limitierung der Beweglichkeit sollte mittels beweglicher Schiene zunächst für 2 bis 4 Wochen in Abhängigkeit des klinischen Befundes auf 0/0/90° erfolgen. Leichte sportliche Aktivitäten wie Laufen und Fahrrad fahren können dann begonnen werden. Die volle sportliche Aktivität sollte nicht vor Ablauf der ersten drei Monate nach Operation erfolgen.

 

Begleitet wird die Nachbehandlung durch einen geschulten Physiotherapeuten mit krankengymnastischen Übungsbehandlungen und Lymphdrainage-Therapie.

Allgemein

Das Kniegelenk wird von einer Gelenkkapsel und von Bändern zusammengehalten. Für den Seitenhalt sorgen die sogenannten Seitenbänder, die Stabilität nach vorne und hinten werden durch das vordere und hintere Kreuzband gewährleistet. Bandverletzungen können zu einer Instabilität führen, wobei es zu einem unangenehmen Instabilitätsgefühl für den Patienten kommen kann sowie zur Druckerhöhung im Gelenk mit Gefahr von Folgeschäden wie Knorpel- und Meniskusverletzungen.  

In den meisten der Fälle sind Sportunfälle für die Kniebandverletzungen verantwortlich. Die Patienten beschreiben in der Regel ein Gefühl der Instabilität und die meisten hören oder fühlen ein Krachen bei der Verletzung. Nach der Verletzung schwillt das Kniegelenk oft innerhalb kurzer Zeit an.

Indikation

Die Indikation zum Ersatz des vorderen Kreuzbandes wird beim biologisch jungen Patienten, der eine aktive Freizeitgestaltung betreibt und sportlich aktiv ist, gestellt. Hierbei ist weniger das Lebensalter als vielmehr der allgemeine Zustand des Gelenkes und das Aktivitätsniveau des Patienten entscheidend. Neben einer genauen körperlichen Untersuchung wird die Diagnose in der Regel durch die Durchführung einer Kernspintomographie gesichert.

Ziel

Ziel der Operation ist es, durch einen Ersatz des vorderen Kreuzbandes die Schädigung weiterer wichtiger Strukturen durch verbleibende Instabilität des Kniegelenkes zu verhindern. Bei verbleibender Instabilität können Strukturen wie Meniskus, Seitenbänder und vor allen Dingen die Knorpeloberfläche geschädigt und dazu die Entstehung einer Arthrose auch beim jüngeren Menschen gefördert werden. In der Regel sollte deshalb das vordere Kreuzband ersetzt werden. Gleiches gilt für Verletzungen des hinteren Kreuzbandes bei Nachweis einer entsprechenden verbliebenen Instabilität durch spezielle Röntgenaufnahmen.

Operation

Es gibt mehrere Möglichkeiten das vordere Kreuzband zu ersetzen, wobei alle für den Kreuzbandersatz verwendeten Transplantate primär eine hohe Reißkraft als das ursprünglich eigene Kreuzband haben. Durch den schonenden Eingriff einer arthroskopischen Operation wird das Gelenk nicht geschädigt.

Da mit dieser Technik keine Ruhigstellung im Gipsverband erforderlich ist, sind verbleibende Bewegungseinschränkungen bei guter, nach der Operation durchzuführender Krankengymnastik, sehr selten.

Als Nachteile gelten leichte Schmerzen, welche an der Entnahmestelle des Transplantates bei Verwendung der Kniescheibensehne auftreten können sowie dabei eine mögliche Verminderung der Muskelkraft am Quadrizepsmuskel, sowie das prinzipielle Risiko (äußerst selten!) einer Kniescheibensehnenruptur oder Kniescheibenfraktur. Daher wird alternativ mittlerweile sehr häufig die sog. Semitendinosus- und Gracilis-Sehne verwendet. Bei der Sehnenentnahme ist ein noch schonenderer Eingriff möglich, sodaß die oben genannten Probleme noch seltener auftreten.

Die Fixierung der Transplantate erfolgt in der Regel mit einem kleinen 7 mm messenden Metall-Clip und/oder mit bioresorbierbaren Schrauben, welche sich innerhalb von 2 bis 3 Jahren auflösen, sodaß kein oder nur minimal Fremdmaterial verbleiben muß.

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Allgemein

Das Kniegelenk wird von einer Gelenkkapsel und von Bändern zusammengehalten. Für den Seitenhalt sorgen die sogenannten Seitenbänder, die Stabilität nach vorne und hinten werden durch das vordere und hintere Kreuzband gewährleistet. Verletzungen des hinteren Kreuzbandes bleiben im Gegensatz zur Verletzung des vorderen Kreuzbandes oft unentdeckt. Die Stabilität des hinteren Kreuzbandes ist aber für ein funktionierendes und intaktes Gelenk genauso wichtig, wie die Funktion des vorderen Kreuzbandes. Bei verbleibender Instabilität des hinteren Kreuzbandes kommt es neben einer Instabilität und Schmerzen vor allen Dingen in der Kniekehle zu einer immensen Druckerhöhung im mittleren Gelenkabschnitt und hinter der Kniescheibe, sodaß sich hier Knorpelschäden und eine Arthrose entwickeln.

Indikation

Verletzungen des hinteren Kreuzbandes bleiben oft unentdeckt, da diese im Gegensatz zur Verletzung des vorderen Kreuzbandes in der Kernspintomographie oft nicht zur Darstellung kommen. Verletzungen des hinteren Kreuzbandes können spontan ausheilen. Jedoch geht diese Ausheilung oft mit einer verminderten Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit des hinteren Kreuzbandes einher. Um diese für den Patienten wichtig Dysfunktion nachzuweisen, ist das Anfertigen spezieller gehaltener Röntgenaufnahmen notwendig. Typische Zeichen einer hinteren Kreuzbandverletzung, welche oft erst nach Wochen bis Monaten für den Patienten zu Tage treten, sind Druckgefühl in der Kniekehle, Schmerzen, Instabilitätsgefühl oder einfach das Gefühl „dass mit dem Gelenk etwas nicht stimmt“.

Eine Indikation zur Ersatzoperation des hinteren Kreuzbandes besteht, wenn eine spontane Ausheilung, welche normalerweise zunächst abgewartet werden kann, mit Verbleib einer Instabilität erfolgt. Diese wird mit oben genannten speziellen Röntgenaufnahmen nachgewiesen.

Ziel

Ziel der Operation ist es, die Stabilität des Kniegelenkes wieder herzustellen, um insbesondere Folgeschäden im Sinne von Knorpelzerstörung, vor allen Dingen des inneren Gelenkabschnittes, aber auch der Gelenkflächen hinter der Kniescheibe, zu verhindern. Bei Schädigung der Knorpelflächen würde sich eine Arthrose auch bei jüngeren Menschen frühzeitig entwickeln.

Operation

Beim Ersatz des hinteren Kreuzbandes weisen die hierfür verwendeten Transplantate primär eine deutlich höhere Reißkraft als das ursprünglich eigene hintere Kreuzband auf. Der Eingriff kann nahezu identisch wie bei Ersatz des vorderen Kreuzbandes in einer schonenden arthroskopischen Operationstechnik durchgeführt werden. Die Nachbehandlung des hinteren Kreuzbandes ist jedoch etwas defizieler, als die nach vorderer Kreuzbandoperation.

Die Behandlung muß streng gemäß eines Nachbehandlungsschemas, welches jedem Patienten ausgehändigt wird, durchgeführt werden. Grundsätzlich kommen als Sehnentransplantate die gleichen Techniken wie beim vorderen Kreuzband zum Einsatz. Empfohlen wird jedoch die Entnahme der sog. „Harmstring“, genauer der Sehne des Musculus Semitendinosus/Gracilis.

Für die Zeit der stabilen Einheilung der Sehnen in den Knochen ist das Tragen einer beweglichen Schiene erforderlich. Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt hierfür normalerweise zwei Tage, die weitere Behandlung kann dann ambulant durchgeführt werden.

Die Erkrankungen und Verletzungen an Schulter und Ellenbogen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dies liegt einerseits an der erhöhten Freizeit- und Sportbelastung sowie an einer Zunahme der degenerativen Erkrankungen.

Wir können durch modernste Untersuchungsverfahren eine fundierte Diagnose erstellen. Hierbei können wir neben dem klinischen Befund vor Ort eine - sofern erforderlich - ausführliche Bildgebung vornehmen: Sonographie, Röntgen, CT und MRT.

Nach gründlicher Diagnostik kann die adäquate konservative oder operative Therapie erfolgen. Mit Herrn Priv. Doz. Dr. med. Manfred Pfahler haben wir hier einen zertifizierten Operateur der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie e.V. zur Hand. Dieser ist auch im Vorstand der genannten Vereinigung.

Neben der konservativen Therapie werden auf dem operativen Sektor sämtliche minimalinvasiven Verfahren an Schulter und Ellenbogen angewandt. Im Fokus stehen hier die Instabilitäten, beispielsweise nach Schulterverrenkungen, sowie die Verletzungen und Abnutzungen an der Rotatorenmanschette. Bei Gelenkabnutzungen und entsprechender Indikation werden alle modernen endoprothetischen Verfahren angeboten. An der Schulter sind hier neben der anatomischen Prothese bei älteren Patienten, häufig nicht-anatomische Prothesen indiziert. Auch am Ellenbogengelenk sind mittlerweile etabliert endoprothetische Implantate routinemäßig im Einsatz.

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Die Schulterendoprothese ersetzt das abgenutzte, zerstörte oder krankhafte natürliche Schultergelenk. Es werden in aller Regel die Gelenkflächen am Oberarmkopf sowie an der Gelenkpfanne des Schulterblattes ersetzt. Die Indikation stellt sich bei einer primären oder sekundären Arthrose des Gelenkes, welche unterschiedliche Ursachen haben kann, wie z. B. eine rheumatoide Arthritis, bestimmte Stoffwechselerkrankungen, akute Verletzungen oder deren chronische Folgen, langdauernde Schultergelenksinstabilitäten oder deren Folgen nach stattgehabten Operationen oder ein Verlust der Rotatorenmanschette.

Ziel der Operation ist, durch das künstliche Schultergelenk die Funktion des Armes wieder herzustellen. Der Patient wird von seinen Schmerzen befreit. Außerdem wird ein Teil seines Kraftverlustes wiedergewonnen. Die Schulterendoprothetik hat sich mittlerweile neben der Hüft- und Knieendoprothetik etabliert und liefert durchwegs sehr gute Resultate bei hoher Patientenzufriedenheit. Durch die anatomischen Prothesen der vierten Generation ist es gelungen, die Funktion des destruierten Gelenkes wieder herstellen zu können. Bei Verlust der Rotatorenmanschette ist es möglich, durch nicht-anatomische Spezialprothesen das Schultergelenk zu stabilisieren und wieder eine gute Funktion des Armes zu erreichen.

Die Operation erfolgt im Rahmen eines stationären Aufenthaltes im Klinikum Starnberg. Nach der Operation wird mit einer sofortigen sogenannten frühfunktionellen Bewegungstherapie begonnen. Ziel ist dabei, möglichst rasch eine schmerzfreie Funktion des Schultergelenkes zu erlangen und durch einen Muskelaufbau Kraft wieder zu erlangen.

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Allgemein

Eine Knie-Endoprothese ist eine funktionelle Nachbildung des Kniegelenkes. Sie ersetzt die abgenutzten Knorpeloberflächen durch eine Femurkomponente am Oberschenkelknochen, eineTibiakomponente am Schienbein und ggf. eine künstliche Kniescheibe.

Indikation

Die häufigste Indikation zur Knie-Endoprothetik stellt die Arthrose des Gelenkes dar, die meist durch eine Fehlstellung der Beine, wie z.B. X- oder O-Beine, hervorgerufen wird. Andere Ursachen können eine Rheumaerkrankung, Stoffwechselerkrankung, angeborene oder anlagebedingte Fehlbildungen und Verletzungen sein. Ab einem gewissen Arthrosegrad kann eine konservative, d. h. Spritzen- oder physikalische Therapie, nicht mehr helfen. Hier wird die Implantation einer künstlichen Totalendoprothese nötig.

Ziel

Ziel des Eingriffs ist es, die in direktem Kontakt miteinander stehenden Gelenkflächen (Gleitpaarung) wieder gleitfähig zu machen und somit dem Patienten wieder mehr Lebensqualität zu geben. Prinzipiell wird bei Kunstgelenken versucht, die Biomechanik des natürlichen Gelenkes bestmöglich nachzuahmen. Die abgenutzten Knorpeloberflächen des erkrankten Knies werden durch glatte, gewichttragende Oberflächen ersetzt. Künstliche Gelenke halten in der Regel 12-15 Jahre. Entscheidende Faktoren für die Lebensdauer und Funktionsfähigkeit sind das Material der Gleitpaarung, die körperliche Beanspruchung und die Knochenbeschaffenheit.

Operation

Die Operation kann in VolI- oder Teilnarkose erfolgen. Über einen Schnitt an der Vorderseite des Knies wird das erkrankte Gelenk erreicht und die zerstörten Knorpelflächen mit speziellen Instrumenten entfernt. Mittels Spezialschablone werden die Knochen präzise vorbereitet. Anhand einer Probeprothese werden korrekter Sitz, Größe, Stabilität und Bewegungsspiel-raum kontrolliert. Danach wird das komplette Implantat eingesetzt und nochmals auf optimale Beweglichkeit überprüft. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden. Trotz der geringen Risiken wie zum Beispiel Blutergüsse, Infektionen, Allergien, Blutungsgefahr und Thrombosen sprechen die Vorteile für einen Eingriff, auch bei älteren Patienten.

Nachbehandlung

Durch die intensive krankengymnastische Übungsbehandlung eines Physiotherapeuten werden Gehfähigkeit und Muskelaufbau gefördert. Ziel ist es, die Oberschenkel- und Beckenmuskeln so zu trainieren, daß diese voll von der wiedergewonnenen Beweglichkeit profitieren können.

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Allgemein

Die Endoprothese besteht aus der Hüftpfanne und dem Hüftschaft mit Kugelkopf, der sich in der Pfanne bewegt. Alle verwendeten Materialien sind speziell für medizinische Zwecke entwickelt und zeichnen sich durch eine maximale Gewebeverträglichkeit aus. Das ermöglicht eine schmerzfreie und dauerhafte Funktion.

Indikation

Die häufigste Ursache für einen Hüftgelenkersatz ist der Knorpelver-schleiß, die Hüftgelenk- oder Coxarthrose. Sehr viel häufiger als beim Kniegelenk bilden angeborene Fehlbildungen der Pfanne (Hüft-dysplasie) und auch des Schenkelhalses (Coxa vara/Coxa valga) die Ursache der Ausbildung einer Arthrose. Daneben sind stoffwechsel- bedingte oder rheumatologische Erkrankungen, lokale Durch-blutungsstörungen und natürlich auch Frakturen Ursachen für die Entstehung einer Arthrose. Die Folgen sind eine zunehmende Einsteifung des Gelenkes mit Bewegungseinschränkung, Anlauf-, Belastungs- und Ruheschmerzen. Viele Patienten zeigen ein hinkendes Gangbild, um dem entstehenden Schmerz auszuweichen.

Ziel

Sind alle nichtoperativen Maßnahmen ausgereizt, ist die Totalendoprothese die beste Möglichkeit, die Funktion des Gelenkes wieder herzustellen. Dem Patienten wird eine schmerzfreie Bewegung des Hüftgelenkes und ein unbeschwerter Alltag ermöglicht. Prinzipiell wird bei Kunstgelenken versucht, die Biomechanik des natürlichen Gelenkes bestmöglich nachzuahmen. Die Haltbarkeit heutiger Hüftendoprothesen beträgt etwa 12 bis 15 Jahre.

Operation

Über einen Schnitt an der Außenseite des Oberschenkels wird das Hüftgelenk erreicht. Der freigelegte Oberschenkelhals wird durchtrennt, der erkrankte Hüftkopf entfernt und die natürliche Hüftpfanne im Becken durch eine Prothesenpfanne ersetzt. Danach wird der Markraum des Oberschenkelknochens vorbereitet, um den Prothesenschaft mit oder ohne Knochenzement exakt zu fixieren. Auf den Prothesenschaft wird ein Kugelkopf ge-setzt, der die bewegliche Verbindung zwischen dem Schaft und der künstlichen Hüftpfan-ne darstellt. Nach dem Einsetzen wird das künstliche Gelenk auf seine optimale Beweglichkeit geprüft.

Nachbehandlung

Durch anschließend eingeleitete intensive Krankengymnastik wird sowohl die Gehfähig-keit als auch der Muskelaufbau gefördert. Die mit dem Physiotherapeuten abgestimmte Rehabilitationsmaßnahme hat große Bedeutung für den Erfolg der Operation und die schnelle Genesung des Patienten.

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Sprunggelenksprothese

Häufig kommt es im Langzeitverlauf nach Knöchelfrakturen zu sog. posttraumatischen Arthrosen am oberen Sprunggelenk. Diese können sich allerdings auch unfallunabhängig als degenerative Erkrankung entwickeln. Erfahrungsgemäß ist bei solchen Erkrankungszuständen der Leidensdruck des Patienten erheblich, da seine Gehfähigkeit massiv eingeschränkt oder aufgehoben wird. Nach Versagen der konservativen Therapie bietet sich hier bei entsprechender Indikationsstellung die Implantation einer Sprunggelenksprothese an. Diese Prothesen haben sich in den letzten 20 Jahren etabliert und können mittlerweile routinemäßig mit hervorragenden Ergebnissen angewandt werden. Die alternative Operationsbehandlung durch eine Sprunggelenksversteifung lässt sich hierbei häufig vermeiden. Außerdem besteht bei Versagen einer Sprunggelenksprothese im Langzeitverlauf weiterhin die Möglichkeit, sich auf eine Sprunggelenksversteifung zurückzuziehen.

Allgemein

Korrektur von angeborener oder im Laufe der Jahre erworbener Fehlstellung im Fußbereich.

Indikation

Fehlstellungen im Fußbereich können als Folge einer Fehlbelastung zu Schmerzen im Vorfußbereich führen. Die häufigste Deformierung ist der sogenannte Hallux Valgus, die nach außen abweichende schiefe Großzehe. Darüber hinaus können sich Hammer- und Krallenzehen an den II. bis V. Zehen entwickeln. Es gibt auch häufig eine Deformität am Kleinzehenballen. All dies führt zu Schmerzen und zu gestörten Bewegungsabläufen beim Abrollen des Fußes. Sehr häufig finden sich störende Weichteilhühneraugen sowie große Schleimbeutel über den fehlgestellten Gelenken, die sehr schmerzhaft sind und im Schuh drücken können. Bei konservativen Maßnahmen handelt es sich um eine rein syptomatische Therapie, die das Voranschreiten eventuell verzögern, aber nicht verhindern können. Führen diese Maßnahmen zu keiner adäquaten Beschwerdebesserung für den Patienten, kann ein Röntgenbild dem orthopädischen Fußchirurgen die Fehlstellung und auch den Ort der Korrektur anzeigen. Ergänzt durch funktionelle Untersuchung wie die Fußdruckmessung kann das für den Patienten richtige Verfahren ausgewählt werden.

Ziel

Die operative Korrektur kann dem Patienten wieder eine schmerzfreie Belastung mit und ohne Schuhwerk ermöglichen, wobei eine Einlagenversorgung eventuell nötig bleiben kann.

Operation

Es ist sehr wichtig, nicht ein einziges Operationsverfahren zu favorisieren, sondern die individuelle Fehlstellung mit der entsprechenden Operation zu korrigieren, um das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Im Vordergrund stehen gelenkerhaltende Operationen an der Großzehe wie die Operation nach Chevron/Austin sowie die sog. Scarf-Osteotomie oder auch basisnahe Umstelllungsosteotomie. Resezierende Eingriffe oder aber Versteifungsoperationen kommen nur bei schwerer Gelenkzerstörung, z. B. durch Arthrose/Verschleiß des Gelenkknorpels in Frage. Falls notwendig, kommen ausschließlich modernste Materalien zum Einsatz, welche meist aus Titan bestehen und keine Allergien verursachen. In der absoluten Mehrzahl der Fälle kann das Material belassen werden, sodass auf eine zweite Operation zur Materialentfernung verzichtet werden kann.

Mittlerweile kann eine Vielzahl von Korrektur auch minimalinvasiv, das heißt über wenige Millimeter messende Schnitte durchgeführt werden. Der Patient profitiert hier von einer in der Regel zügig gegebenen vollen Belastbarkeit mit Hilfe eines entsprechenden speziell gefertigten Schuhwerks.

Nachbehandlung

Gerade nach Operationen an der Großzehe sind in den ersten Monaten unter Umständen korrigierende Nachtschienen erforderlich. Bis die vollständige knöcherne Heilung erzielt ist, vergehen etwa vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit kann allerdings auf Gipsmaßnahmen und Krückengehen weitgehend verzichtet werden, da moderne Entlastungsschuhe den Patienten schmerzfrei laufen lassen.

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Zwar betrifft die  überwiegende Mehrzahl der Fehlstellungen und Schmerzhaftigkeit den Vorfußbereich, jedoch ist es wichtig, diese Probleme nicht nur in der Schmerz verursachenden Region des Vorfußes zu suchen, sondern auch die Rückfußstellung und die gesamte untere Extremität und das Gangbild in Augenschein zu nehmen.

So können auch Fehlstellungen und Arthrose-Erkrankungen im Mittel- und Rückfußbereich Beschwerden verursachen und/oder aber ursächlich für im Vorfußbereich bestehende Beschwerden sein, was vom erfahrenen Fußchirurgen mit in die Analyse einbezogen wird.

 

 

Minimalinvasive Fußchirurgie

Minimalinvasive Eingriffe, sog. "Schlüsselloch-Operationen", an allen großen Gelenken wie Knie, Schulter, Ellbogen- und Hüftgelenk haben bereits vor mehreren Jahrzehnten in Deutschland Einzug gehalten und stellen mittlerweile Standard-Operationstechniken dar. Eine Vielzahl von Operationen im Bereich dieser Gelenke können ohne großen Schnitt und daher und ohne großes Trauma durchgeführt werden.

Diese Möglichkeiten ergeben sich Dank weiterentwickelter und teils revolutionierter Techniken auch in der Fußchirurgie.

Als seit vielen Jahren zertifizierter Fußchirurg kommen diese Techniken bereits seit längerem regelmäßig und mit Erfolg zum Einsatz und wir möchten Sie ihnen im weiteren Verlauf etwas genauer vorstellen: 

Was ist die minimalinvasive Fußchirurgie?

Es handelt sich um eine seit Jahrzehnten bekannte, aber in den letzten Jahren revolutionierte Operationstechnik, bei der die Korrektur von Fußfehlstellungen durch kleinste Hautschnitte von wenigen Millimetern korrigiert werden.

Zur Durchführung dieser Technik sind fundierte anatomische Kenntnisse des Operateurs und langjährige Erfahrungen auch in den konventionellen Techniken der Fußchirurgie unbedingte Voraussetzung.

Durch den Einsatz spezieller Instrumente werden die einzelnen Operationsschritte und deren Kontrolle bereits im OP-Saal möglich.

Mit einem sog. "Verbandschuh" ist der operierte Fuß sofort belastbar.

Die Verwendung von Implantaten, wie Schrauben oder Drähten, findet bei uns keine Anwendung und eine spätere Materialentfernung mit damit verbundenem zweiten operativen Eingriff entfällt.

Für ca. 6 Wochen ist das regelmäßige Anlegen von Tape-Verbänden und deren Kontrolle notwendig.

Was ist der Vorteil dieser neuen Operationsmethode?

Durch die kleineren Hautschnitte ist auch die Narbenbildung reduziert, was neben den kosmetisch ansprechenderen Ergebnissen auch die durch Narbenkontrakturen möglicherweise auftretenden Beschwerden deutlich seltener werden lässt.

Gewebeschonendes Arbeiten hat auch einen positiven Einfluß auf den Heilverlauf und Wiedererlangung der vollen Mobilität.

Ein wichtiger Vorteil ist in der sofort gegebenen Belastbarkeit mit einem Verbandschuh zu sehen.

Die Durchführung des Eingriffs ist in jeder Narkoseform möglich.

Eine Materialentfernung und damit verbundener zweiter operativer Eingriff sind in der Regel nicht nötig.

Behandlungsmöglichkeiten:

Die minimalinvasive Fußchirurgie stellt eine Ergänzung der herkömmlichen bekannten und über Jahrzehnte bewährten offenen Vorgehensweise dar. Sie stellt eine Weiterentwicklung, basierend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen, welche in der offenen Fußchirurgie gewonnen wurden, dar und kann gezielt eingesetzt eine deutliche Verbesserung der Behandlungsergebnisse erreichen.

Hierfür stellt die Entscheidung, wann mit welcher Technik mit der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit das für den Patienten beste Ergebnis erreicht werden kann, die zentrale Bedeutung dar.

 

Es bleibt somit immer eine Einzelentscheidung, welche im Gespräch zusammen mit dem Patienten gefällt wird, für welche Problemstellung welche Technik Anwendung finden wird.

Oft durch minimalinvasive Eingriffe gut zu adressierende Fußfehlstellungen lauten wie folgt:

  • Kleinzehendeformität
  • Fehlstellung der 5. Zehe
  • Metarasalgie
  • Hallux rigidus
  • Hallux valgus
  • Aufrichtung des Fußgewölbes bei Plattfußstehlstellung
  • Fersensporn/Plantarfasziitis
  • Arthrodese des unteren Sprunggelenkes
  • Haglund-Exostose
Was können Sie selber tun?

Vor einer operativen Therapie am Fuß sollten zunächst alle konservativen Maßnahmen vollständig ausgeschöpft werden. Hierzu zählen neben dem Versuch einer Versorgung mit konventionellen abstützenden Einlagen bzw. propriorezeptiven Einlagen auch Übungen, die die eigene Fußmuskulatur stärken. Diese Übungen am Fuß sind auch unter dem Begriff der Spiraldynamik bekannt.

Welche Unterlagen sollen Sie zum Termin in unserer Praxis mitführen?

Eventuell außerhäusig bereits erfolgte Voruntersuchungen sowie Unterlagen über im Vorfeld bereits erfolgte Behandlungen sollten mitgeführt werden. Im Rahmen des Patientengespräches sowie der stattfindenden klinischen Untersuchung wird ggf. eine Ergänzung des vorhandenen Bild- und Aktenmaterials besprochen und erläutert.